Bocksprünge

Heute hat es mich dann tatsächlich erwischt. Patron hat mich abgebuckelt.

Wir waren zum zweiten Mal draußen auf dem Reitplatz und diesmal blieb es nicht bei ein bisschen zappeln. Im Schritt war noch alles gut, aber sobald er antraben sollte gingen seine Spinnereien mit ihm durch. Erst war es nur ein einzelner Bocksprung, da bin ich kurz erschrocken, aber gut im Sattel geblieben. Beim zweiten Anlauf hab ich es aber nicht mehr geschafft. Mehrere Bocksprünge hintereinander und ich hing mit dem Sattel schon nurnoch auf seinem Hals und hab quasi schon gesehen wie der Boden immer näher kommt. Immerhin ist er sofort wie angewurzelt stehen geblieben, als ich unten saß. Es ist jedenfalls nichts passiert, aber ich kann euch sagen: so ein Reitplatz mit Teppichschnitzeln ist härter als man denkt :D 

J. ist ihn dann ein paar Runden geritten, bis er sich wieder ein bisschen eingekriegt hat und dann hab ich mich auch wieder drauf getraut. Erst war ich nervös und hab ihn erst nochmal viele Volten, 8er und ähnliches im Schritt laufen lassen bis ich mich nochmal an den Trab getraut hab.

Es waren trotzdem wieder einige Bocksprünge dabei, aber diesmal war ich besser vorbereitet. Ich bin wirklich stolz darauf, sagen zu können, dass ich es geschafft habe mich diesmal richtig tief in den Sattel zu setzen und ihn so auch recht schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen. 

Nichts desto trotz tut mir jetzt mein Hintern weh und ich hoffe sehr, dass es nächstes Mal wieder besser läuft.

20.5.15 22:19, kommentieren

Equikinetic

Wie schon angekündigt war heute eine Trainerin für Equikinetic da. Das Prinzip ist einfach, aber genial und es baut schnell Muskulatur auf. Man braucht dafür folgendes:

- 8 Dualgassen, 4 blaue und 4 gelbe (Dualgassen sind soetwas wie Stangen, nur aus Schaumstoff)

- einen gut passenden Kappzaum um die Innenstellung zu erreichen

- eine Longe, möglichst eine kurze

- eine lange Gerte 

- einen Intervalltimer (gibt es als Handyapp)

Wir haben auf dem Reitplatz ein Viereck aus den Dualgassen gelegt. Erstmal haben wir ein paar kurze Aufwärmrunden gemacht, in denen ich Patron nur ganz normal geführt habe und wir uns schonmal an das Dualgassen-Viereck gewöhnt haben. Dann ging es los. Natürlich haben wir es noch nicht ideal geschafft, aber von der Theorie her:

Das Pferd sollte immer 1 Minute lang in Innenstellung durch die Gassen geführt werden und dann wieder 45 Sekunden Pause haben (hierfür der Timer) in denen es weiter läuft, aber keine Stellung verlangt wird. In den Pausen muss man außerdem einen Handwechsel machen. Das ganze funktioniert im Schritt und im Trab. Mit der Gerte kann man, wenn nötig leicht antreiben oder mit der anderen Seite das Pferd antippen um es besser zu biegen. Wichtig ist, dass man darauf achtet, beide Seiten des Pferdes gleichmäßig zu trainieren.

Bei Patron und mir mussten wir erstmal viel daran arbeiten, dass der Gute Abstand von mir hielt und in den Gassen geblieben ist. Aber wir werden das jetzt öfter üben Es zwingt mich auch an einer selbstbewussteren Haltung zu arbeiten, was mir ganz und garnicht schadet.

17.5.15 22:01, kommentieren